Alpakas – Biodiversität - Wein

Liebe Freunde und Gäste vom Knappenhof,

Wir dürfen Euch unsere Alpakas ein wenig vorstellen, Euch etwas Einblick in die Welt dieser liebenswerten Tiere geben und ihren Einfluss auf die Landwirtschaft in Bezug auf Biodiversität und Biodynamik erläutern. Ein paar Geschichten über die Südsteiermark und über unseren Wein dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Das sind unsere Alpis!



Riccardo , der größere weiße, ist Chef der Truppe. Romeo, der schlimme kleine weiße, unser Nesthäkchen. Sydney ist der gutmütige schwarze. Chief Josef der hübsche braune und Zanthano ist der clevere graue.
Wir haben bis dato Hengste. Es ist ein Unterschied, ob man Tiere hält oder ob man diese auch züchtet. Was nicht ist, kann ja noch werden. Gegen ein paar hübsche Stuten hätten unsere Jungs sicher keine Einwände!

Was sind Alpakas genau?

Was sind Alpakas genau? Alpakas gehören zu den Kamelen, genauer nennt man sie „Neue Welt Kamele“. Sie kommen aus den Anden und leben in freier Wildbahn zwischen 0 m und 4000 m Seehöhe, hauptsächlich in Peru. Die Klimaschwankungen welche die Tiere jeden Tag ausgesetzt sind reichen von minus 20 Grad bis plus 20 Grad.

Alpakas sind mit den Lamas verwandt, wobei das größere Lama als Lastentier verwendet wird, das Alpaka wird hauptsächlich zur Wollgewinnung gehalten. Alpakas werden ca. 60 – 80 Kg schwer und erreichen ein Lebensalter von ca. 20 bis 25 Jahre. Sie sind sehr soziale Tiere und leben in Herden. Gefressen wird hauptsächlich Gras und Heu, sonst noch Knospen und Blätter. Sie haben keine oberen Schneidezähne sondern eine Kauplatte. So wird das Gras nicht gerupft, sondern mit einer seitlichen Kaubewegung schonend, ähnlich einer Sense, geschnitten.

Alpakas werden einmal im Jahr geschoren, pro Tier erhält man 3-6 Kg Wolle, wobei nur 2 – 3 Kg als Qualitätswolle verwendet werden. Die Wollfaser wird dabei bis über 20 cm lang, bei manchen Tieren sogar 30 cm. Je länger und dünner ein Wollfaden ist, desto weicher ist das Garn. Die beste Qualität nennt man Baby-Alpaka (hat nichts mit dem Alter zu tun).

Gegenüber der Schafwolle ist Alpakawolle weicher, feiner und enthält kein Wollfett. Dies ist auch ein Grund warum die Tiere kaum einen Geruch entwickeln. Die Wolle ist für Allergiker bestens geeignet, da sich Hausstaubmilben von Wollfett (Lanolin) ernähren. Sie benötigen keinen festen Stall, ihnen genügt ein Unterstand. Geschlafen wird im Freien. Sie geben nur sehr leise Laute von sich, oft ist es wie ein kleines Seufzen. Etwas lauter kann es werden, wenn mal Streit auf der Weide herrscht. Alpakas werden auch als Therapie - Tiere eingesetzt.

Wenn wir uns den Tieren nähern, merken diese ganz genau ob wir gestresst oder entspannt sind. Da sie Fluchttiere sind wird jede Reaktion genau beobachtet, ob Gefahr droht oder nicht.